oder... Warum ihr unbedingt Strafanzeige stellen solltet!

In den pulsierenden Arenen des Amateurfußballs, wo die Leidenschaft der Spieler und Fans auf dem Spielfeld brennt, tritt eine bedrohliche Realität zutage: die Zunahme von Straftaten gegen Schiedsrichter. Diese unschuldigen Hüter des Fairplays werden zunehmend Zielscheibe von Aggressionen und Gewalt, die das Gewebe des Sports bedrohen und eine Schattenseite enthüllen, die weit über das Spielfeld hinausreicht.

Das Phänomen der Übergriffe auf Schiedsrichter hat in den letzten Jahren alarmierend zugenommen. In vielen Fällen werden Schiedsrichter Opfer von verbalen Angriffen, tätlichen Übergriffen und sogar Bedrohungen gegen ihre persönliche Sicherheit. Was einst als isolierte Vorfälle betrachtet wurde, ist zu einem traurigen Trend geworden, der die Integrität des Amateurfußballs in Frage stellt.

Wer mit offenen Augen durch die Amateurfußball-Landschaft geht und auch mal über den Tellerrand des eigenen Vereinslebens schaut, dem wird aufgefallen sein, dass mit der Fortsetzung des Spielbetriebs nach dem letzten Corona-Lockdown auch die Aggressionen gegen Schiedsrichter wieder zugenommen haben. Als langjähriger Teilnehmer am Amateurfußball kann ich persönlich die Zunahme dieser Straftaten gegen Schiedsrichter bezeugen. Spiele, die einst von Fairness und Freundschaft geprägt waren, sind zunehmend von Spannungen und Aggressionen durchdrungen.

Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass diese Übergriffe nicht nur das Spiel selbst beeinträchtigen, sondern auch schwerwiegende Auswirkungen auf die psychische Gesundheit der betroffenen Schiedsrichter haben. Viele von ihnen berichten von Angstzuständen, Schlafstörungen und sogar posttraumatischen Belastungsstörungen als direkte Folge von Angriffen während der Spiele. Dies ist eine alarmierende Realität, die nicht länger ignoriert werden kann.

Szenen des Profifußballs geben viel zu oft ebenfalls ein schlechtes Vorbildund und suggerieren das derartige Szenen folgenlos beliben.[Bild: Der Spiegel]

 

Die Anzeige von Straftaten im Fußball ist nicht nur ein Mittel zur Verfolgung der Täter, sondern auch ein Schritt zur Wiederherstellung des Vertrauens in die Integrität des Sports. Indem Übergriffe angezeigt und angemessen bestraft werden, senden wir als Fußballgemeinschaft eine klare Botschaft aus, dass Gewalt und Aggression keinen Platz auf dem Spielfeld haben.

Der Sonderbericht an den Fussballverband reicht nicht aus. Empfehlung: Strafanzeige stellen. 

Die Strafanzeige ist hierbei von entscheidender Bedeutung und sollte bei jeglichem Vorfall sofort erfolgen. Es ist wichtig zu verstehen, dass die Sportgerichte der Fußballverbände keine Straftaten verhandeln dürfen, da dies in den Zuständigkeitsbereich der Strafgerichte fällt.

Daher ist es unerlässlich, dass betroffene Schiedsrichter oder Zeugen von Übergriffen unverzüglich eine Strafanzeige bei den entsprechenden Behörden stellen.


Anmerkung der Redaktion: Die Fußballverbände beschäftigen sich mit den Eskapaden der Kicker auf dem Feld. Ob es nun ein fieser Ellenbogencheck oder ein ungeschicktes Foul war, das bleibt ihre Domäne. Doch wenn es um die harten Fälle geht, die mit echten Straftaten zu tun haben, da müssen die richtigen Gerichte ran. Körperverletzung? Beleidigung? Das ist ein Fall für die Jungs und Mädels in den schwarzen Roben. Und wenn es um die Kasse geht, um Schadensersatz und so weiter, da kommt die Ziviljustiz ins Spiel. Also, wenn's hart auf hart kommt, sollte man sich überlegen, ob nicht auch ein Strafantrag fällig ist. 


Beispiele für derartige Übergriffe sind zahlreich und erschreckend. Da war der klatschende Schlag in den Rücken von Michael. Glücklicherweise mit der flachen Hand und ohne weitere Folgen. Geschmerzt hat es trotzdem.

Oder die Geschichte von André (19), der als Assistent im Einsatz war und von einem Spieler ins Gesicht gespuckt wurde. Trotz Strafanzeige ist der Fall bis heute nicht aufgeklärt! Der Spieler ist nicht ermittelbar, weil offenbar niemand weiß, wer das Trikot mit der Nummer 7 getragen hat.

Der Bericht von Stefan, dem ein "Kreisklasse-Preisboxer" mit schwingenden Fäusten hinterher rannte, ist ebenso beunruhigend. Stefan gewann das Laufduell zur Schirikabine mit fast einer halben Spielfeldlänge Vorsprung.

Auch Siggi ist vor etwas mehr als einem Jahr nur knapp einer Prügelattacke entronnen. Der wutschnaubende Angreifer wurde glücklicherweise gleich durch mehrere seiner Mitspieler rechtzeitig zu Boden gerissen, die Heimmannschaft eskortierte mich in die Kabine und rief die Ordnungshüter der Polizei.

Nicht zu vergessen sind die ungezählten Verbalentgleisungen, Beleidigungen, Beschimpfungen und Bedrohungen durch Akteure, Vereinsoffizielle und Zuschauer.

 

Die Strafanzeige und die sofortige Meldung solcher Vorfälle sind daher unerlässlich, um die Integrität des Sports zu wahren und die Sicherheit der Schiedsrichter zu gewährleisten.

Insgesamt ist die Eskalation von Straftaten gegen Schiedsrichter im Amateurfußball ein Alarmsignal, das nicht ignoriert werden darf. Es ist an der Zeit, dass alle Beteiligten sich zusammenschließen, um dieser bedrohlichen Entwicklung entgegenzuwirken und sicherzustellen, dass der Fußball weiterhin ein Ort des Fairplays, der Leidenschaft und der Freude für alle bleibt.

 

Siggi denkt: Solange potenzielle Straftäter das Gefühl haben dürfen, dass ihre Aktionen folgenlos bleiben, wird sich kaum etwas ändern. Ohne strafrechtliche Konsequenzen bleibt der Anreiz zum Regelbruch bestehen.

 


Redaktionelle Nachträge: